Solidarität mit Israel [EAG]



http://www.antifa-pankow.tk


30 Antworten auf “Solidarität mit Israel [EAG]”


  1. 1 jonny 18. September 2007 um 12:35 Uhr

    sollte es hier nicht im linke sticker gehn? wat soll son nazischeiß hier?

  2. 2 @jonny 18. September 2007 um 13:56 Uhr

    Ne ist klar. Israelsolidarische Nazis.
    Du kommst aus Magdeburg, oder?

  3. 3 Anti-EAG 19. September 2007 um 16:30 Uhr

    Warum dieser Sticker nicht links ist?
    Weil hier für einen kapitalistischen Staat geworben wird. Weil gegen Rassismus und Antisemitismus eben unsinnigerweise Nationalismus propagiert wird. Weil es von der eurozentristischen EAG ist.

  4. 4 aergernis 20. September 2007 um 10:49 Uhr

    Ich habe nie diesen Nationalismusvorwurf gegen die Israelsolidarität verstanden. Ist es Nationalismus wenn mensch die Notwendigkeit eines Staates betont, dem diese immer wieder abgesprochen wird?

    Ich finde es relativ sinnlos, dass [jonny] und [anti-eag] meinen, dass israelsolidarische Sticker in einem Archiv für linke Sticker nichts verloren haben. Denn egal was diese beiden oder ich dazu meinen, die Sticker kommen von Leuten die sich selbst als antifaschistische Linke sehen, also sollten die Sticker hier dokumentiert werden.

    So stehts im Selbstverständnis von linkesticker.blogsport.de:

    Dies soll ein weiteres Archiv sein, welches explizit linke Sticker dokumentieren möchte. Diese Kategorie ist dahingehend interessant, da Selbstdarstellung, die symbolische und ästhetische Forderung nach Veränderung und der Eingriff in den Städteraum bzw. dessen Gestaltung (wenn auch nur minimal) fließend ineinander übergehen.

  5. 5 Das geprüfte Argument 20. September 2007 um 12:25 Uhr

    Ich habe nie diesen Nationalismusvorwurf gegen die Israelsolidarität verstanden. Ist es Nationalismus wenn mensch die Notwendigkeit eines Staates betont, dem diese immer wieder abgesprochen wird?

    1. ist es schon mal eine bekloppte Kiste, wenn man das Bedürfnis hat, eine „Notwendigkeit zu betonen“ von einer Sache, die gar nicht von dieser Betonung abhängig ist. Ob man dem israelischen Staat eine Notwendigkeit beschert – das interessiert den gar nicht und diejenigen, die in der Lage wären, den Bestand Israels zu gefährden (am meisten die USA, wenn sie den support abbrechen, dann vielleicht noch ein paar middle-east-staaten), interessiert das auch nicht. Von daher kann man das schon schlicht lassen.

    2. ist es auch keine Erklärung dessen, was Israel ist. Das wäre nämlich mal angebracht, bevor man große Rechtfertigungen sagt – nichts weiter ist „Notwendigkeit betonen“.

    3. zum Nationalismus: Da wäre die Frage, was das ist, um zu beantworten, ob Israelfreunde Nationalisten sind. Ich würde behaupten: ja, das sind die. Nationalismus ist der vom eigenen Interesse getrennte prinzipielle Wille zum Staat; regelmäßig erst einmal zu dem, dem man unterworfen ist. Dem dichtet man dabei folgendes an: Der Staat verhilft meiner Existenz erst zu dem was sie ist. Das ist ein Widerspruch, weil keiner, der das Gewaltmonopol in den Händen hält, wird den Unterworfenen was helfen: Der befiehlt und fertig. Wer von „seiner“ Nation nun enttäuscht ist, zB weil sie einen Holocaust veranstaltet hat, der kann dann eben den Übergang machen, den im Nationalismus vorgestellten guten Willen eines Staates, seine Bürger zu schützen, woanders auszumachen: Antideutsche machen das bei Israel. Freilich bleibt der Fehler der gleiche: Auch Israel ist kein Staat, der seine Bürger vor was schützen will, sondern als Menschenmaterial für seine großen Ansprüche im Nahen Osten vernutzt. Und das hat Folgen, die die Leute da täglich spüren, als Soldaten wie als Arbeiter. Man muss schon verdammt judenfeindlich sein, das auch noch toll zu finden.

  6. 6 @Anti-EAG 20. September 2007 um 14:00 Uhr

    Es ist immer wieder müßig mit Leuten wie dir zu diskutieren, aber ich glaub ja an das Gute im Menschen.
    Also:
    Den Staat Israel als das zu verstehen, was er ist – nämlich eine Chance für die lebenden Jüd_innen, sich selbstermächtigt gegen den weltweiten Antisemitismus zu verteidigen, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Und das ist völlig unabhängig von jeglicher Staatskritik. Niemand, auch nicht israelsolidarische Antifas, haben ein Problem damit, in letzter Konsequenz – also bei Erreichen des Weltkommunismus – Israel abzuschaffen.

    Und die spannendere Frage ist:
    Warum ist die EAG eurozentristisch? Bzw. eurozentristischer als andere Berliner Antifagruppen? Und reicht das als Argument, ihnen das „linkssein“ abzusprechen?

  7. 7 MPunkt 20. September 2007 um 17:08 Uhr

    Ist es Nationalismus wenn mensch die Notwendigkeit eines Staates betont […]?“

    Ist die Frage ernst gemeint???

  8. 8 aergernis 21. September 2007 um 11:00 Uhr

    Ist es schon mal eine bekloppte Kiste, wenn man das Bedürfnis hat, eine “Notwendigkeit zu betonen” von einer Sache, die gar nicht von dieser Betonung abhängig ist. Ob man dem israelischen Staat eine Notwendigkeit beschert – das interessiert den gar nicht und diejenigen, die in der Lage wären, den Bestand Israels zu gefährden (am meisten die USA, wenn sie den support abbrechen, dann vielleicht noch ein paar middle-east-staaten), interessiert das auch nicht. Von daher kann man das schon schlicht lassen.

    Es geht hier um Ideologiekritik. Abgesehen davon, dass in Israel sehr wohl verfolgt wird was es mit dem „Phänomen“ der Antideutschen auf sich hat, geht es darum den Antisemitismus im deutschen Lande und anderswo aufzuzeigen und anzugreifen. Der moderne Antisemit streitet die Notwendigkeit Israels ab.

    ist es auch keine Erklärung dessen, was Israel ist. Das wäre nämlich mal angebracht, bevor man große Rechtfertigungen sagt – nichts weiter ist “Notwendigkeit betonen”.

    Wenn du als Linke_r nicht weißt (oder wissen willst) wie die Notwendigkeit Israels gerechtfertigt ist, dann solltest du mal schleunigst dein geschichtliches Wissen auffrischen bevor du hier weiter große Reden schwingst.

    Zum dritten Punkt kann ich nur dem zustimmen was [@Anti-EAG] gesagt hat, nämlich en Staat Israel als das zu verstehen, was er ist – nämlich eine Chance für die lebenden Jüd_innen, sich selbstermächtigt gegen den weltweiten Antisemitismus zu verteidigen. Den Jüdinnen und Juden wird durch den Staat Israel die Chance auf bürgerliche Emanzipation gegeben, die ihnen vorher immer verwehrt geblieben ist. Wenn es die nicht gibt, dann gibts auch keine Grundlage für den Kommunismus. Bleibt zu sagen, dass es sehr wohl einen Unterschied gibt zwischen einem Nationalismus der Gefahren herbeifantasiert um sich selbst zu rechtfertigen und der [Betonung der] Notwendigkeit eines Gewaltmonopols, weil es eine Bedrohung gibt der nicht anders zu begegnen ist.

    @MPunkt: Diese Frage ist ernstgemeint, bloß ist […] das wichtige am Satz und noch wichtiger ist um welchen Staat es sich handelt. Aber ja ich weiß, egal welcher Staat, alles gleich scheiße. Dieses widerliche Phrasen-und-Formelgedresche, lässt kein zusammenhängendes Denken zu und meint die ganze Welt erklären zu können.

  9. 9 MPunkt 21. September 2007 um 19:13 Uhr

    @ aergernis: Dann auch an Dich eine ernst gemeinte Frage – bist Du echt so blöd, oder tust Du nur so, um demnächst den Titel „dümmstes Blog“ für Dich beanspruchen zu können. Dein Einwand „bloß ist […] das wichtige am Satz“, bezogen auf „Ist es Nationalismus wenn mensch die Notwendigkeit eines Staates betont, dem diese immer wieder abgesprochen wird?“, ist nämlich logischer Schwachsinn hoch zwanzig. Man kommt doch nicht auf die „Notwendigkeit“ eines Staates, weil die ihm abgestritten wird. Um das Abstreiten überhaupt als Skandal aufzufassen, muss man diese doch schon teilen. Und wenn man die „Notwendigkeit“ eines Staates behauptet, dann hat man sich geistig schon so weit vorgearbeitet, dass man echt nur noch pur dafür ist und hat so den Gipfel des Nationalismus erreicht. Und warum es dafür interessant sein soll, „um welchen Staat es sich handelt“, dafür bleibst Du auch ein Argument schuldig. Von daher scheint eher dieser blöde Linksmoralismus, sich einerseits begrifflos gegen Nationalismus zu bekennen, sich andererseits aber als guter Deutscher ebenfalls begriffslos zu Israel bekennen zu wollen, „kein zusammenhängendes Denken zu“.

  10. 10 aergernis 22. September 2007 um 12:27 Uhr

    @MPunkt: Bei der Solidarität mit Israel ist es sehr wohl von Bedeutung (und kein logischer Schwachsinn), dass diesem Staat die Notwendigkeit oder gar das Existenzercht immer wieder abgesprochen wird. Was das besondere an Israel ist? Die superdeutsche Eigenschaft die du mir da zusprichst würde ich eher auf diejenigen übertragen die nichts von dieser Besonderheit wissen wollen und du scheinst dazuzugehören.

  11. 11 MPunkt 22. September 2007 um 19:28 Uhr

    Okay, ich versuche es noch einmal ohne Polemik:

    Du gehst mal wieder auf das Argument nicht ein, aergernis. Also noch einmal: wenn Leute Israel abschaffen wollen, dann ärgerst Du Dich doch nur darüber, wenn Du nicht willst, dass es abgeschafft wird. Die Parteilichkeit für Israel kann also nicht daher kommen, sondern muss schon vorher feststehen. Übrigens auch aus einer zweiten logischen Erwägung heraus. Wenn Leute Israel abschaffen wollen, steht es doch an, deren jeweilige Gründe dafür zu prüfen. Das wird dann übrigens schon so sein, dass die meistens nix taugen. Der Witz ist nur, dass man da doch einen anderen Gegenstand behandelt hat als Israel, nämlich deren Gründe, gegen es zu sein. Für Israel zu sein, kommt da logisch auch nie und nimmer raus, nur weil Leute aus verkehrten Gründen gegen es sind. Du siehst also: Dein Nachsatz, der so wichtig sein soll, taugt als Begründung überhaupt nix – übrig bleibt immer noch allein die pure Parteilichkeit für den Staat, die ihn schlicht als Notwendigkeit gewusst haben will. Und das ist nun mal die höchste Stufe des Nationalismus, auch wenn Du deswegen mit Deinen beiden verschiedenen linken moralischen Bekenntnissen (gegen Nationalismus, aber für Israel) in Trouble kommst, weil das beides nicht zusammengeht. Dein Versuch, diesen inneren Widerspruch wegzuleugnen, geht deswegen auch nicht auf.

  12. 12 aergernis 23. September 2007 um 0:31 Uhr

    Dem ersten Teil deiner Ausführung stimme ich zu. Ich bin für die Abschaffung Israels, weil ich eine Welt will, in der ein Staat Israel nicht notwendig ist weil es keinen Antisemitismus gibt. Nur ist diese Welt die ich mir so vorstelle aber leider noch ziemlich weit weg und deshalb ärgere ich mich über diejenigen die Israel heute schon abschaffen wollen, wobei wir beim zweiten Teil wären, nämlich bei der Betonung der Notwendigkeit eines Staates Israel. Ich möchte dir unterstellen, dass du den Satz mit den […] nicht verstanden hast und dich darauf eingeschossen hast ihn als unlogisch zu erklären. Dieser Fragesatz fragte nämlich ob es Nationalismus wäre wenn mensch die Notwendigkeit eines Staates betont, die diesem immer wieder abgesprochen wird. Dieser Nachsatz erklärt zwar keinesfalls die Notwendigkeit des Staates Israel (die du nicht siehst und mit einem plumpen Nationalismusvorwurf abtust), wohl ist es die Rechtfertigung dafür, dass mensch diese Notwendigkeit betont.

    Dass du es als Widerspruch betrachtest gleichzeitig gegen Nation + Nationalismus und für eine Betonung der Notwendigkeit des Staates Israels zu sein (welche einer Mahnung an die herrschende Zustände gleichkommt) beweist, dass du in Formeln denkst und somit die Realität nicht betrachten kannst. Zusätzlich scheinst du nicht genau zu wissen was Nationalismus ist, der in der ökonomischen Konkurenz der Nationalstaaten ideologisch befangen ist (und darum geht es in der Rechtfertigung Israels in erster Linie nicht) und vor Allem aber eine Identifizierung mit dem Staat in dem mensch geboren ist und ich bin nicht in Israel geboren. An dieser Stelle kommt dann meistens der Vorwurf des Ersatznationalismus und der Überidentifizierung die es bei einem Teil der antideutschen Szene auf jeden Fall gibt. Wie aber bereits gesagt, ich wünschte Israel wäre nicht notwendig, ich weiß also nicht wieso ich ein Nationalist sein sollte.

  13. 13 MPunkt 23. September 2007 um 20:14 Uhr

    So lange beim Denken „in Formeln“ keine so blöde Formel herauskommt, wie dass ausgerechnet ein Nationalstaat mehr in einer nationalstaatlich eingerichteten Welt „einer Mahnung an die herrschende Zustände gleichkommt“ – die werden sich was schämen! –, soll es mir Recht sein. Wegen solch dummen Geplappers passt Dein Nick jedenfalls voll zu Dir. Da es Dir, wie Du ja selbst schreibst, um die „Rechtfertigung Israels“ geht, Du also gar kein Interesse an einer objektiven Bestimmung des Gegenstands hast, sondern Dir zur Erfüllung des Rechtfertigungszwecks so haarsträubenden Schwachsinn wie den Zitierten aus der Nase ziehst, kann man sich sämtliche Diskussion mit Dir auch sparen. Daher nur noch drei kurze Anmerkungen gegen Deine gesammelten Trotteleien:

    1.) Der Rekurs auf „Realpolitik“ ist Schwachsinn und in dem Fall zumal, Du blöder Sozialdemokrat!. Das ist so schon immer eine blöde Ausrede von Linken, mit der sie sich sonstwie kritisch dünken, aber dabei doch konstruktiv mitmachen können. Im Kapitalismus werden die Arbeiter notwendig geschädigt, also(!!!) agitieren wir die Arbeiter nicht gegen den Kapitalismus, sondern warten, bis die Revolution von alleine kommt und verwalten „so lange“ „im Interesse der Arbeiter“ den Kapitalismus und tragen so zu seinem Fortbestand bei, das geht halt nicht auf. Und bei „Solidarität mit Israel bis zur staatenlosen Gesellschaft“ schon mal gleich gar nicht, weil es noch nicht einmal Realpolitik, sondern schlicht und einfach moralisches Bekenntnis ist.

    2.) Nationalistisch ist dieser Scheiß schon deshalb, weil es schlicht die Wiedergabe der alten bundesdeutschen Nationalmoral ist. Die haben das als Ihr Unterscheidungsmerkmal zum NS aufgemacht, dass sie keine Juden vergasen. Klar: Kommunisten bekämpfen, Deutschland voranbringen, Ausländerfeindschaft etc. pp. hätten dafür ja auch kaum getaugt. Deshalb musste Auschwitz das absolut Böse und nicht rational Erklärbäre sein, dem gegenüber einfach nur das pure, begriffslose Entsetzen über so eine schlechte Herrschaft, die jetzt zum Glück nicht mehr an der Macht ist, angemessen sein soll. Und deshalb war Solidarität mit Israel als dem Staat der Juden angesagt. Dieses ganze linke/ antideutsche „Solidarität mit Israel“-Geschwafel ist nichts anders, als auf diese gegen den NS aufgemachte Nationalmoral hereingefallen zu sein und sich durch Israelsolidatität als vom NS Geläuterter zu präsentieren. In diesem moralischen Interesse sind sie so rigoros, dass sie darüber immer glatt Kritiker der deutschen Politik und Bevölkerung werden, bei denen sie diese moralische Rigorisitä vermissen und das prompt darauf zurückführen, dass da ja wohl „Postnazismus“ am Werke sein müsse, die schlechte, undemokratische, Herrschaft also in ihnen fortlebe.

    3.) Nationalistisch ist es eben auch, weil es so tut, als würde den Leuten ausgerechnet ein EIGENER Nationalstaat fehlen und die Herrschaft, weil sie eine „eigene“ ist, für die Leute da wäre (warum dann ausgerechnet eine Herrschaft über sie?). Zur Kritik daran sei auf die Ausführungen von DgA verwiesen.

  14. 14 MPunkt 23. September 2007 um 20:15 Uhr

    Nachtrag zu 2.: Die lea spricht das ja wenigstens offen aus, weswegen ich den Beitrag von ADA zu deren Kritik verlinkt hatte.

  15. 15 2. Anti-EAG 30. September 2007 um 12:55 Uhr

    lustigerweise sollte mensch ja mal den namen der gruppe untersuchen, die in diesem fall nationale konstrukte als emanzipatorisch verkaufen wollen :-D
    TIP: besser wäre hier PIG.BLN (ProIsraelischeGruppe.Berlin), weil dann kommt auch keine Kritik mehr, die erübricht sich nämlich dann

  16. 16 aergernis 01. Oktober 2007 um 1:08 Uhr

    @MPunkt: Einer, für den es Antisemitismus nicht gibt, der kann in einer Israelfahne auch keine Mahnung an die herrschenden Verhältnisse erkennen.

    @2.Anti-EAG: Unabhängig von der Homepage dieser Gruppe, die ich im I-Net nicht gefunden habe, ist wohl auch einer, für den es Antisemitismus nicht gibt, nicht fähig eine Kritik des Antisemitismus als Kritik zu erkennen.

  17. 17 2. Anti-EAG 01. Oktober 2007 um 1:26 Uhr

    Also wenn die Argumente fehlen, kommt mal wieder der Antisemitimus Vorwurf. Unabhängig davon sind nun mal Konstrukt-Denken (insbesonders Nationale) nicht emanzipatorisch. Somit endet bei dir jede Kritik an israelsolidarischen Menschen damit das sie bestimmt strukturell antisemitisch.

  18. 18 MPunkt 01. Oktober 2007 um 23:43 Uhr

    @ aergernis: Herzlichen Glückwunsch, Du bist eben in meiner Liste linker Trottel ganz weit nach oben gesprungen … und das ist angesichts der Konkurrenz echt schwer. Doch „dafür schenk‘ ich Dir kein Beifall, sondern Abfall“ (Taktlo$$). Geh doch einfach auf meine Argumente ein, statt sie dadurch blamieren zu wollen, mir eine Position zu unterstellen, die weder etwas mit dem Thema zu tun hat, noch auch nur ein Fünkchen mit der Realität zu tun hat. Du kannst ja z.B. in den Blogs von Das geprüfte Argument oder den von mir meine Kritik am Antisemitismus nachlesen, oder meinetwegen auch im Kommunistischen Forum (R.I.P.). Man, sowas blödes …

  19. 19 .:.:. 03. Oktober 2007 um 17:10 Uhr

    die EAG gibts im Internet unter:

    http://www.antifa-pankow.tk und
    http://www.antifa-pankow.de.vu

    und Anti-EAG: bevor wir weiter über Emanzipation reden, beantworte mir bitte die obigen Fragen.

  20. 20 EAG will mich nicht 03. Oktober 2007 um 20:14 Uhr

    @.:.:.
    wo sind denn deine Fragen zu nachzulesen oben.

  21. 21 @.:.:. 03. Oktober 2007 um 20:18 Uhr

    was interessiert mich die internetseite dieser komischen gruppe. möchstest du hier werbung machen für die eag oder wie.

  22. 22 aergernis 04. Oktober 2007 um 2:49 Uhr

    @ obiger Beitrag: Heul doch!

    @M.Punkt:
    Wie nett dass du extra für mich so kreativ bist und dir sonstwas für Ranglisten ausdenkst auf denen ich ganz oben stehe!

    Geh doch einfach auf meine Argumente ein, statt sie dadurch blamieren zu wollen, mir eine Position zu unterstellen, die weder etwas mit dem Thema zu tun hat, noch auch nur ein Fünkchen mit der Realität zu tun hat.

    Genau das werfe ich dir vor und deshalb halte ich es eben nicht für notwendig auf Argumente einzugehen, mit denen du mir Dinge vorwürfst über die ich nie ein Wort verloren habe.
    Z.B.:

    Im Kapitalismus werden die Arbeiter notwendig geschädigt, also(!!!) agitieren wir die Arbeiter nicht gegen den Kapitalismus, sondern warten, bis die Revolution von alleine kommt und verwalten “so lange” “im Interesse der Arbeiter” den Kapitalismus und tragen so zu seinem Fortbestand bei, das geht halt nicht auf.

    Aber um jemanden blöd zu machen ist der Sozialdemokraten-Vorwurf natürlich immer gut!

    Und bei “Solidarität mit Israel bis zur staatenlosen Gesellschaft” schon mal gleich gar nicht, weil es noch nicht einmal Realpolitik, sondern schlicht und einfach moralisches Bekenntnis ist.

    Auch hier scheinst du einfach nicht lesen zu wollen was ich in dieser Diskussion schon des öfteren betont habe. Nämlich dass es klar ist, dass eine linke Israelsolidarität in Deutschland niemandem etwas hilft (interessieren tut das dort aber sehr wohl einige Leute). Aber angesichts dessen, dass hierzulande Staatskritik allzugerne bei Israel anfängt, dass Eigenschaften des Nationalsozialismus auf Israel projeziert werden, somit selbst selbsternannte Antifaschisten dem Judentum seine Konsequenz aus der Shoa absprechen, dass die Presse jedweder Coleur zufällig in diesem Land achsoviel Völkermörder und Rechtsverstöße entdecken wobei einem in der Welt viel mehr Scheiße eher ins Auge springen müsste, in einem Land in dem es unter den Antisemiten halt nicht chic ist offen gegen Juden zu sein, dafür aber offcourse gegen Israel (weil das ist akzeptiert), angesichts dieser Tatsachen halte ich es für notwendig Solidarität zu bekennen und die Notwendigkeit dieses Projektes zu betonen. Du aber, kannst uns endlich mal verraten was du denn für ein Problem mit diesem Staat hast.

    In diesem moralischen Interesse sind sie so rigoros, dass sie darüber immer glatt Kritiker der deutschen Politik und Bevölkerung werden, bei denen sie diese moralische Rigorisitä vermissen und das prompt darauf zurückführen, dass da ja wohl “Postnazismus” am Werke sein müsse, die schlechte, undemokratische, Herrschaft also in ihnen fortlebe.

    Ok, dann willst du mir also sagen, dass die Entnazifizierung super erfolgreich war und dass das einzig schlechte an Deutschland ist, dass es ein Nationalstaat im Kapitalismus ist? Na dann, wenn du da keine Besonderheit siehst, dann wunderts mich auch nicht, wenn für dich Israel ein Staat wie jeder andere ist.

    Kannst du den Text von DgA bitte verlinken?

  23. 23 aergernis 04. Oktober 2007 um 2:54 Uhr

    @“2.Anti-EAG“
    Wem habe ich denn einen Antisemitismusvorwurf gemacht. Lies genau, du Trottel!

  24. 24 tee 04. Oktober 2007 um 4:17 Uhr

    selbsternannte Antifaschisten

    kennst du nichtselbsternannte?

  25. 25 .:.:. 04. Oktober 2007 um 9:54 Uhr

    @“EAG will mich nicht“
    Ok, Pseudonymverwirrung. Meine Fragen sind folgende:
    Warum ist die EAG eurozentristisch?
    Bzw. eurozentristischer als andere Berliner Antifagruppen?
    Und reicht das als Argument, ihnen das “linkssein” abzusprechen?

    @ „@.:.:.“
    Die Internetseite hab ich hier als Service für „Ärgernis“ reingestellt, der sie scheinbar nicht gefunden hatte. Ob dich die Internetseite interessiert oder nicht, ist mir im Prinzip scheissegal. Aber vielleicht kannste da ja den einen oder anderen Text lesen, um anschließend mal am Subjekt und nicht aufgrund von Ressentiments zu diskutieren.

  26. 26 aergernis 04. Oktober 2007 um 22:56 Uhr

    @.:.:.

    Danke für den Service, aber die Homepage von EAG kenne ich natürlich. (-; Ich hatte nach der Homepage der Gruppe PIG.BLN gefragt, auf der laut „2.Anti-EAG“ keine Kritik mehr kommt (der seine Texte beim nächsten mal nochmal durchlesen sollte bevor er sie postet, weil das keine Sätze sind was der da schreibt). Außerdem würde mich der Text von DgA interessieren, auf den M.Punkt verwiesen, aber nicht verlinkt hat, um dann mit bestem Beispiel voranzugehen und ohne Ressintiments zu diskutieren. (-;

    @tee:

    Als Cleverle, wie du ganz bestimmt eines bist, hast du wahnsinnig spitzfindig erkannt, dass Antifaschisten sich natürlich meistens selber so bezeichnen. Was dir in diesem Fall aber vielleicht entgangen ist, ist dass ich hier rethorisch betont habe, dass es sich um Selbsternannte handelt, um eben deutlich zu machen, dass ich daran zweifle ob das überhaupt Antifaschismus ist (oh, tückisch diese Sprache).

  27. 27 MPunkt 05. Oktober 2007 um 9:50 Uhr

    @ aergernis:

    @M.Punkt:
    Wie nett dass du extra für mich so kreativ bist und dir sonstwas für Ranglisten ausdenkst auf denen ich ganz oben stehe!

    Irgendwie müssen die Gulags und Fischmehlfabriken nach der Revo ja gefüllt werden …

    Genau das werfe ich dir vor und deshalb halte ich es eben nicht für notwendig auf Argumente einzugehen, mit denen du mir Dinge vorwürfst über die ich nie ein Wort verloren habe.
    Z.B.:

    Im Kapitalismus werden die Arbeiter notwendig geschädigt, also(!!!) agitieren wir die Arbeiter nicht gegen den Kapitalismus, sondern warten, bis die Revolution von alleine kommt und verwalten “so lange” “im Interesse der Arbeiter” den Kapitalismus und tragen so zu seinem Fortbestand bei, das geht halt nicht auf.

    Das habe ich Dir nicht als Position unterstellt, sondern das war eine Analogie um den Unfug Deiner sozialdemokratischen Logik zu kritisieren.

    Aber um jemanden blöd zu machen ist der Sozialdemokraten-Vorwurf natürlich immer gut!

    Keine Sorge, blöd machst Du Dich schon von selbst …

    Auch hier scheinst du einfach nicht lesen zu wollen was ich in dieser Diskussion schon des öfteren betont habe. Nämlich dass es klar ist, dass eine linke Israelsolidarität in Deutschland niemandem etwas hilft (interessieren tut das dort aber sehr wohl einige Leute). Aber angesichts dessen, dass hierzulande Staatskritik allzugerne bei Israel anfängt, dass Eigenschaften des Nationalsozialismus auf Israel projeziert werden, somit selbst selbsternannte Antifaschisten dem Judentum seine Konsequenz aus der Shoa absprechen, dass die Presse jedweder Coleur zufällig in diesem Land achsoviel Völkermörder und Rechtsverstöße entdecken wobei einem in der Welt viel mehr Scheiße eher ins Auge springen müsste, in einem Land in dem es unter den Antisemiten halt nicht chic ist offen gegen Juden zu sein, dafür aber offcourse gegen Israel (weil das ist akzeptiert), angesichts dieser Tatsachen halte ich es für notwendig Solidarität zu bekennen und die Notwendigkeit dieses Projektes zu betonen. Du aber, kannst uns endlich mal verraten was du denn für ein Problem mit diesem Staat hast.

    Was einfach nur ein Scheiß ist, wie ich Dir auch bereits erklärt habe. Wenn die Leute sich falsche Gedanken zu Israel machen, dann kritisiert man diese Gedanken – eine Solidarität mit Israel kommt dabei nie und nimmer raus, weil die sich schon an Israel festmachen müsste und nicht an den falschen Gedanken über es.

    Ok, dann willst du mir also sagen, dass die Entnazifizierung super erfolgreich war und dass das einzig schlechte an Deutschland ist, dass es ein Nationalstaat im Kapitalismus ist?

    Du hast es tatsächlich kapiert *klatsch klatsch klatsch*.

    Kannst du den Text von DgA bitte verlinken?

    Ich meinte z.B. diese Diskussion bei DgA mit meiner Beteiligung: http://geprueftesargument.blogsport.de/2007/06/25/nazis-antisemitismus-und-kapitalismus/#comments

  28. 28 tee 05. Oktober 2007 um 23:40 Uhr

    Was dir in diesem Fall aber vielleicht entgangen ist, ist dass ich hier rethorisch betont habe, dass es sich um Selbsternannte handelt, um eben deutlich zu machen, dass ich daran zweifle ob das überhaupt Antifaschismus ist (oh, tückisch diese Sprache).

    ist mir eben nicht entgangen.wollte dich nur auf die nutzlosigkeit (weil völlig subjektive zuschreibung) dieser rhetorischen figur aufmerksam machen. (machen die andersherum doch ebenso, ist also von der jeweiligen (anti)faschismusdefinition und v.a. des eigenen interesses, ein guter/richtiger antifaschist zu sein, abhängig)

    nix für ungut …

  29. 29 IdrawESCAPEplans 08. Oktober 2007 um 0:05 Uhr

    ich finde die diskussion etwas unsäglich weil

    1. die trennung die hier aufgemacht wird zwischen ideologie- sowie staatskritk auf der einen seite und der betonung der derzeitigen notwendigkeit israels auf der anderen seite einfach nicht akzeptiert wird bzw. nicht gesehen werden will. das ist schlicht verbohrt. letztendlich sind die argumente wohl alle ausgetauscht.

    2. die eag und die menschen die hier für das motiv argumentieren in eine rechtfertigungspflicht gedrängt werden. liebe sticker-gengnerInnen – drehen wir das doch mal um und: A) was spricht denn gegen israel bzw. dessen existenz? B) welche andere schutzoption für von antisemitismus verfolgte ist derzeit realisierbar?

    beleidigungen bzw. vorwürfe wie „eurozentristisch“ bleiben sogar gänzlich unbeachtet. das macht die richtung klar in die die reise gehen soll

    3. durch die sticker-gegnerInnen schlicht keine trennung von realpolitik und dem anspruch einer kritik, die auf die assoziation freier individuen abzielt, stattfindet

  30. 30 krass 19. November 2007 um 13:39 Uhr

    zu A) was das denn für ein scheiss. Erstens, will ich die existenz oder so ein schwachsinn überhaupt nicht abstreiten unter derzeitigen bedingungen. zweitens, habe ich ein problem zu sagen: „solidarität mit israel“, weil du dich damit mit allen solidarisierst, auch ultra konservative und andere. als linke sich mit solchen menschen zu solidarisieren geht überhaupt gar nicht. die linke hat sich schon immer für Unterdrückte eingesetzt die unsere auffassung unterstützen, aber eben nicht mit konstrukten wie staaten etc. und deren auswirkungen
    (ausserdem sind alle staaten rassistisch und diesen fakt auszublenden ist untragbar mit linken positionen)
    eure kritik an der linken war früher gut und teils notwendig aber was danach entstand hat nichts mehr linken positionen zu tun.

    deswegen nationalistInnen und rassistInnen in die mülltonne!

    gegen staat und nation für die soziale revolution!

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